Archiv für die 'so gesehen...' Kategorie

De-Mail

Mittwoch 10. März 2010 von admin

De-Mail soll eines sichere rechtsverbindliche elektronische Kommunikation mit Behörden, Banken, Versicherungen und Firmen ermöglichen. Um De-Mail einzuführen verabschiedete das Bundeskabinett das Bürgerportalgesetz. Da der Staat jedoch nicht selbst als E-Mail Provider auftreten möchte oder kann, werden vorhandene Provider mit der Bereitstellung von De-Mail beauftragt.

Im Prinzip soll De-Mail wie folgt funktionieren. Der Bürger loggt sich über eine verschlüsselte Verbindung (z.B. https) bei dem De-Mail Provider über seinen Browser ein. Dort meldet er sich mit seinem Benutzernamen und Passwort an. Jetzt kann er seine De-Mail erstellen. Die De-Mail wird vor dem Versand durch den Provider verschlüsselt und an den Adressaten verschickt. Dieser – ebenfalls De-Mail User – kann dann die De-Mail des Absenders wieder entschlüsseln. Da es sich um einen Webmail Account handelt, liegen die De-Mails bei dem Provider auf dem Server. Abholung via POP3 ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht vorgesehen. Um sicher zu gehen, daß die De-Mail beim Adressaten angekommen ist, kann man sich eine Lieferbestätigung – ähnlich Einschreibebrief – zukommen lassen.

Der Wunsch nach sicherer E-Mail ist so alt wie die E-Mail selbst. Nicht um sonst wurde 1991 mit PGP ein noch heute sicheres Verfahren zum verschlüsseln von E-Mail bereitgestellt. Als Reaktion auf die Verschlüsselung haben einige Staaten – auch solche die sich zu den Hütern der Demokratie zählen – per Gesetz die Verschlüsselung verboten. Wären sie doch bei verschlüsselten Mails nicht mehr in der Lage diese mitzulesen.

Nun bietet gerade unser Staat – der durch die Vorratsdatenspeicherung alle Bürger in einen Generalverdacht stellt – an, unsere E-Mails zu verschlüsseln und sicher vor fremden Mitlesern zu speichern. Doch mal ehrlich, wer möchte schon seinen gesamten Schriftverkehr mit seiner Bank, dem Steuerberater oder der Versicherung in Kopie beim Staat hinterlegen? Würde man auf diese Weise nicht “den Bock zum Gärtner machen”?

Nun werden einige sagen:”Wer nichts zu verbergen hat, braucht auch nichts zu fürchten!”
Wer nichts zu verbergen hat, kann natürlich seine De-Mail verschlüsselt auf dem Server des Providers, der durch den Staat beauftragt wurde, ablegen. Wer nichts zu verbergen hat, kann aber auch unverschlüsselte Mails verschicken.

Tatsache ist:
Wer rechtsverbindlich auf elektronischem Wege mit Behörden kommunizieren möchte, wird um De-Mail nicht herumkommen.
Wer bei seiner elektronischen Kommunikation mit der Behörde sichergehen möchte, daß sein Schreiben angekommen ist, wird um De-Mail nicht herumkommen. Als Alternative bietet sich der gute alte Brief an, die Post wird es freuen.

Tatsache ist aber auch:
Wer auf elektronischem Wege Dinge mitteilen möchte, die nur für einen bestimmten Adressaten gedacht sind, der sollte weiterhin mit Tools wie PGP arbeiten.

weiterführende Links:

Kategorie: so gesehen... | 2 Kommentare »

Skip Intro

Freitag 12. Februar 2010 von admin

Gestern sah ich im Fernseher einen interessanten Bericht. Also schnell mal das iPhone zur Hand genommen und zur Webseite der entsprechenden Firma (ein großer deutscher Fahrzeughersteller) gesurft, um weitere Info zu bekommen.

Die Enttäuschung war jedoch groß. Ich wurde auf eine Seite weitergeleitet, die mich aufforderte Flash zu installieren. Flash gibt es jedoch nicht für das iPhone. Auch das neue iPad unterstützt kein Flash.

Ist das iPhone oder das neue iPad wegen der fehlenden Flashunterstützung ein schlechtes Produkt? Nein!

Sind Webseiten, die Flash voraussetzen schlechte Webseiten? Ja, definitiv!

Mit dieser Meinung stehe ich nicht alleine. Unter http://www.josiahcole.com/2007/02/14/a-webmasters-19-commandments/ finden Sie weitere NoGos für die Webseitenerstellung.

Hier noch ein Zitat aus oben genanntem Artikel:

If your website is ALL Flash, FIRE your web development company,…

… Look at it this way, even Macromedia/Adobe, the maker of Flash doesn’t have an all Flash website, do you think there’s a reason why? Oh yeah, they want to make actual money and don’t listen to ‘designers’.

Suchmaschinen indizieren Text von Webseiten, keine Bilder, keine Flashanimationen. Eine reine Flashwebseite existiert für die Suchmaschinen nicht. Und mal ganz ehrlich, wer möchte eine Seite durchsurfen, wo man schon auf der Startseite den Button Skip Intro findet?

Skip Intro heißt in über 90% aller Fälle Skip Website.

Kategorie: so gesehen... | Keine Kommentare »

Brauchen Sie einen Allrounder oder einen Spezialisten?

Dienstag 9. Februar 2010 von admin

Auf Homepages vieler IT-Dienstleister finden Sie Hinweise auf zertifizierte Partnerschaften mit Herstellern. Das soll Sie beruhigen, Ihnen Sicherheit suggerieren. Aber Vorsicht. Wenn Sie einen Berater suchen, ist die Zertifizierung eine Hürde.

Denn die Spezialisierung versperrt den Beratern den Blick für Ihre Bedürfnisse. Der Berater überlegt nämlich, wie er seine Produkte – für die er zertifiziert ist – bei Ihnen einsetzen kann.

Wer nur einen Hammer hat, für den ist jedes Problem ein Nagel.

Die Spezialisierung, schon in der Beratungsphase, führt zu einer Monokultur in der IT. Bessere Lösungen werden nicht angeboten. Oftmals kennt der Spezialist die Alternative gar nicht.

Und gerade in der Beratungsphase ist der Blick über den Tellerrand wichtig. Die Entscheidungen für bestimmte Produkte bestimmen den Weg für die nächsten Jahre. Um so wichtiger ist, dass nicht der Spezialist sein Produkt vorstellt, sondern ein Allrounder ihnen das Produkt empfiehlt, welches am besten zu Ihnen passt und Ihr Problem löst.

Gerade im Mittelstand stoßen wir immer wieder auf Firmen, die durch falsche Produktentscheidungen ihr IT-Budget aufgebraucht haben. Weitere nötige Investitionen können nicht mehr getätigt werden. Eine Abkehr von diesen Produkten ist nur mit einem klaren Cut möglich.

Ein Allrounder muss in der Lage sein, Ihre Strukturen zu erfassen und die beste Lösung für Ihre Probleme zu finden. Er wird ihnen Wege aufzeigen, wie Sie diese Lösung kostengünstig und mit hoher Mitarbeiterakzeptanz einführen können.

Ein Allrounder hat also eine ganze Werkzeugkiste. Nicht nur einen Hammer.

Ist das passende Produkt gefunden, führen die Spezialisten dieses Produkt nach Ihren Vorgaben ein. Spezialisten benötigt man für die Implementierung, Wartung und gegebenenfalls für den Betrieb einer Lösung, aber nicht in der Beratung bei der grundlegenden strategischen Ausrichtung.

Durch die “großen” Hersteller und die Spezialisierung der Dienstleister auf bestimmte Produkte, gibt es in der IT einen Mainstream, dem Sie jedoch nicht folgen müssen.

Aus unserer langjährige Erfahrung im Großkundenbereich kennen wir viele der Standardlösungen und deren Preise. Unsere Werkzeugkiste ist prall gefüllt. Durch unser jahrelanges Interesse für Open Source und Linux können wir ihnen zu fast jeder Lösung eine Alternative aufzeigen, die in Leistungsfähigkeit, Bedienbarkeit und Kosten die gängigen Lösungen in den Schatten stellen.

Kategorie: so gesehen... | Keine Kommentare »

Brief an Herrn Spam

Freitag 5. Februar 2010 von admin

Sehr geehrter Herr Spam,
vielen Dank für Ihre vielen informativen E-Mails.

Mit bedauern muss ich Ihnen mitteilen, daß ich im besten Alter bin und aus diesem Grunde keinen Bedarf an Ihren inovativen Produkten zum Erhalt der Manneskraft habe. Sollte zukünftig – wieder erwarten – dennoch Bedarf bestehen, so habe ich das Glück, auf jede Menge geschultes Personal in den Apotheken zurückgreifen zu können. Ich bitte Sie daher, zukünftig auf weitere E-Mails zu verzichten.

Informieren Sie bitte auch Ihren Kollegen, daß ich ebenso kein Interesse an der Verlängerung irgendeines Körperteils verspüre.

Wie Sie nun wissen, ist meine Manneskraft gegeben, alle Körperteile sind vorhanden und gut proportioniert, dennoch habe ich kein Interesse an Kontakten zu osteuropäischen Damen. Übermitteln Sie diesen Damen bitte meine freundlichsten Grüße, ich werde mich zu gegebener Zeit jedoch in meinen gut gepflegten Bekannten- und Freundeskreis umsehen. Weitere Kontaktanfragen der Damen sind also zwecklos.

Auch zu einem weiteren Angebot ihrerseits muss ich Ihnen eine Absage erteilen. Ich habe kein Interesse an gefälschten Uhren, Schmuck, Turnschuhe oder anderer Markenprodukte. Ebenso wenig benötige ich Software aus dubiosen Quellen.

Bitte unterlassen Sie in Zukunft auch die verschiedenen Kontaktversuche über die Kommentarfelder meiner diversen Blogs. Die Blogkommentare werden von mir zuvor geprüft. Leider konnte ich Ihrer Bitte um Veröffentlichung in keinem der Fälle nachkommen.

Mit freundlichen Grüßen

SIMBUERGER IT Team

Kategorie: so gesehen... | Keine Kommentare »

China ist überall

Freitag 5. Februar 2010 von admin

Immer wieder beanstandet die westliche Welt die Zensur des Internets in China. Frei Meinungsäußerung und freie Meinungsbildung werde dort behindert. Doch auch hier in Deutschland gibt es Firmen, die unter dem Vorwand der Sicherheit, in ihren Firewalls die Contentfilter aktivieren und den Zugang zu einer großen Anzahl von Webseiten unterbinden.

Oftmals ist auch der Mailverkehr davon betroffen. So werden zum Teil ganze Webmailanbieter über die Firewall einfach ausgeschlossen, da Spammer unter der gefälschten Mail ihren Mist verschicken. Welchen Schaden solch ein restriktives Filtern anrichten kann wird eindrucksvoll in dem Blog von Lizenz Co beschrieben.

Da die meisten Administratoren nur Ausführende der restriktiven Politik ihrer Firma sind, kann man ihnen keinen direkten Vorwurf machen. Daher richtet sich dieser Artikel auch mehr an die Geschäftsführungen solcher Firmen.

Kategorie: so gesehen... | Keine Kommentare »

Open Source heißt nicht kostenlos

Freitag 5. Februar 2010 von admin

Open Source heißt einfach gesagt, das der Quellcode frei zugänglich ist und von jedem benutzt und erweitert werden kann. Hieraus ergeben sich große weltweite Gemeinschaften, die zusammen Programmierprojekte vorantreiben.

Doch wer ist schon in der Lage aus dem Quellcode eines Betriebssystems, seinen Computer zu installieren? Haben doch die meisten Menschen schon Probleme, dieses mit fertig kompilierten Produkten zu machen.

Open Source erlaubt ausdrücklich Geld für Dienstleistung rund um Open Source Produkte zu verlangen. Den Sourcecode zu kompilieren und daraus lauffähige Programme zu machen ist eine Dienstleistung. Handbücher zu schreiben, Installationen durchzuführen und vieles mehr sind Dienstleistungen, die wie jede andere bezahlt werden müssen.

Immer wieder treffe ich Menschen, die der Meinung sind, daß sie die Dienstleistungen nicht zahlen müssen, da der Source Code ja auch frei (frei im Sinne von kostenlos) ist. Für diese Menschen habe ich schon vor einiger Zeit eine Fabel geschrieben, damit sie endlich mal anfangen nachzudenken.

Die Fabel finden sie unter www.OAL-IT.de

Kategorie: so gesehen... | Keine Kommentare »